Die Martinsrieder Gentherapiefirma ViGeneron firmiert nun als VeonGen Therapeutics und setzt weiter auf neuartige Gentherapien. Der Wirkstoff VG801 gegen die Stargardt-Krankheit erhielt von der FDA den Status einer seltenen pädiatrischen Erkrankung und wird derzeit in einer Phase I/II-Studie getestet. Eine weitere Gentherapie konnte die klinische Entwicklung beginnen.
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Das Wiener Startup Arkeon, bekannt für CO₂-basierte Proteinproduktion mittels Gasfermentation, meldete Ende Mai Insolvenz an. Trotz Investments über mehrere Finanzierungsrunden zu insgesamt 10 Mio. Euro scheiterte das Vorzeigeprojekt der heimischen Szene. Das Konkursverfahren läuft am Handelsgericht Wien. Die Gründer sehen derzeit keine Möglichkeit zur Fortsetzung.
Die schweizerisch-indische CARBOGEN AMCIS investiert gemeinsam mit einem langjährigen japanischen Kunden über 25 Mio. Schweizer Franken in den Ausbau der Produktionskapazitäten in Aarau und Neuland. Ziel sei die Herstellung eines ADC-Linkers, so das Unternehmen. Insofern kann man auf Daiichi Sankyo als japanischem Partner tippen. Die Fertigstellung ist 2027 geplant.
Die Molecular Health GmbH von Friedrich von Bohlen und Axxam S.p.A. (Italien) haben eine strategische Partnerschaft vereinbart, um mithilfe von KI-gestützten Analysen und biologischer Validierung neue Wirkstoffziele schneller zu identifizieren und zu bestätigen. Dabei soll das Daten-Know how von Molecular Health mit der Laborexpertise von Axxam verknüpft werden.
Die deutsch-amerikanische MLM Medical Labs ist ein etabliertes Zentrallabor für die klinische Forschung und Entwicklung. Nun hat MLM das akkreditierte südafrikanische Labor Cytespace übernommen. Damit stärkt MLM seine Präsenz in der Sub-Sahara-Region und den südlichen Ländern Afrikas. Cytespace bringt unter anderem auch zwei S3-Sicherheitslabore in die Fusion ein.
Die Erlanger Mallia Innovations stellt sich in einer neuen Unternehmensstruktur auf zwei Beine und erhält eine Finnanzierung in Höhe von 5,5 Mio. Euro. Die Holding führt zwei spezialisierte Tochterfirmen: Mallia Therapeutics (medizinische Haartherapie) und Mallia Aesthetics (kosmetische Anwendungen). Ziel ist jeweils die schnelle Entwicklung sCD83-basierter Produkte.
Die Münchner MIG Capital AG hat einen Exit zu vermelden. Zusammen mit anderen Investoren wurde der Verkauf der biocrates life sciences AG, Innsbruck, an die Bruker Corporation (NASDAQ: BRKR) abgeschlossen. Die Produkte von biocrates helfen mit Massenspektrometrie, mehr als 1.800 Biomarker in einem einzigen Tropfen Blut zu messen. Finanzielle Details bleiben geheim.
BeOne Medicines (ehemals BeiGene, China) hat seinen Sitz nach Basel verlegt – mit über 50 Onkologieprojekten. Mit der strategischen Neuausrichtung machen die Chinesen Basel zum Zentrum ihrer globalen Krebsforschung. BeOne führt derzeit 50 klinische Studien alleine in Europa durch mit insgesamt rund 4.000 Patienten. 13 neue Wirkstoffkandidaten kamen 2024 in die Klinik.
Großkauf in der Pharmawelt: Der französische Arzneimittelhersteller Sanofi hat die Übernahme des US-Pharmaunternehmens Blueprint Medicines für 9,1 Mrd. US-Dollar (rund 8 Mrd. Euro), angekündigt. Dies entspricht einem Aufschlag von 27 Prozent auf den Schlusskurs von Blueprint am Freitag. Damit wolle Sanofi Wirkstoffe gegen seltene immunologische Krankheiten erwerben.
Mit 1,5. Mrd. US-Dollar vorab und weiteren 2 Mrd. US-Dollar zu „Jahrestagen der Vereinbarung“ und dazu noch möglichen weiteren 7,6 Mrd. US-Dollar beim Erreichen von diversen Meilensteinen schafft die Mainzer BioNTech SE durch die neue Krebspartnerschaft mit BMS eine enorme Wertschöpfung aus dem Kauf der chinesischen Biotheus für insgesamt rund 1 Milliarde US-Dollar.

